Bulerías im Flamenco
Bulerías sind ein lebhafter Flamenco-Stil. Gesang, Tanz, Gitarre und Palmas greifen eng ineinander; Zurufe, das jaleo, können die Mitwirkenden zusätzlich anfeuern. Der Stil ist mit der Soleá verwandt, bewegt sich aber in der Regel schneller.
Der Compás
Die Grundlage ist ein Zyklus aus zwölf Zählzeiten. Zum Einstieg kann man die Gruppen 1–2–3, 4–5–6, 7–8, 9–10, 11–12 sprechen und die Zählzeiten 3, 6, 8, 10 und 12 betonen. Dieses Schema hilft beim Lernen. Beim Spielen und Hören sind Einsätze und Akzente beweglicher, als eine Zahlenreihe allein vermuten lässt.
Eine einfache Übung: Zähle zunächst langsam, klatsche die Akzente und wiederhole den Zyklus ohne Unterbrechung. Erst wenn der Puls sicher sitzt, erhöhe das Tempo. So lässt sich der Compás leichter erkennen, bevor Gitarre oder Gesang hinzukommen.
Verschiedene Formen und das Zusammenspiel
Bulerías werden unter anderem mit Jerez, Cádiz, Lebrija, Utrera und Triana verbunden. Die regionalen Ausprägungen unterscheiden sich im musikalischen Ausdruck und in der Begleitung. Im Tanz entsteht viel aus dem Wechsel zwischen Gesang, Bewegung und rhythmischen Antworten der Gitarre. Deshalb ist Aufmerksamkeit für die anderen Beteiligten ebenso wichtig wie Geschwindigkeit.
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Auf der Seite Flamenco-Wissen findest du weitere Grundbegriffe. Auch Alegrías verwenden einen Zwölfer-Compás, klingen und funktionieren aber anders. Zum Weiterlesen: Instituto Andaluz del Flamenco – Bulerías.