Farruca im Flamenco

Die Farruca ist ein Flamenco-Stil, der heute besonders als Tanz und als Stück für Sologitarre bekannt ist. Sie wirkt oft ernst und konzentriert. Der Gesang ist seltener zu hören als bei vielen anderen Palos.

Herkunft und Entwicklung

Der Ursprung des Gesangs wird mit Galicien verbunden. Seine Gestaltung als Flamencotanz wird dem Tänzer Faíco zugeschrieben; der Gitarrist Ramón Montoya arbeitete dabei mit ihm zusammen. So wurde aus einer älteren Form ein Stil, in dem Gitarre und Tanz eng aufeinander reagieren.

Rhythmus und Ausdruck

Die Farruca hat einen gut nachvollziehbaren Puls in vier Zählzeiten und wird häufig in einer Molltonart gespielt. Das einfache Grundmuster bedeutet aber nicht, dass der Tanz schlicht wäre: Gegenakzente, kräftige Fußarbeit und bewusste Tempowechsel geben ihm Spannung. Die Gitarre trägt den Rhythmus und setzt zwischen den Tanzpassagen eigene musikalische Gedanken.

Zum Kennenlernen hilft es, zunächst den gleichmäßigen Puls mitzuzählen und dann darauf zu achten, wo der Tanz gegen ihn arbeitet. Gerade der Wechsel zwischen einem ruhigen Moment und einer dichten Folge von Schritten macht den Charakter der Farruca hörbar.

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Weitere Flamenco-Stile findest du unter Flamenco-Wissen. Zur Geschichte der Farruca siehe die Einführung des Instituto Andaluz del Flamenco.