Sevillanas im Flamenco

Sevillanas sind Musik und Tanz aus Andalusien, die besonders bei Festen und in Tanzkursen zu hören und zu sehen sind. Meist tanzen zwei Menschen miteinander. Die Form hat Wurzeln in der Seguidilla und wurde im Lauf der Zeit auch von der Ästhetik des Flamenco geprägt.

Vier Teile für den Tanz

Eine Folge besteht gewöhnlich aus vier Sevillanas, den sogenannten Coplas. Jede hat ihre eigene Bewegungsfolge. Das macht die Form für Tänzerinnen und Tänzer gut erkennbar: Nach einem Abschnitt folgt eine kurze Pause, dann beginnt die nächste Copla.

Rhythmus und Gitarre

Der Grundrhythmus steht in drei Zählzeiten: eins – zwei – drei. Die erste Zählzeit trägt den stärksten Akzent. Auf der Gitarre geben Anschläge und Rasgueados dem Tanz Halt; kleine melodische Wendungen verbinden die Abschnitte. Auch als Gitarrenstück können Sevillanas ohne Tanz gespielt werden.

Volksmusik und Flamenco

Sevillanas werden oft dem andalusischen Volkstanz zugerechnet. Zugleich gibt es Varianten mit Flamenco-Gesang, -Gitarre und -Tanztechnik. Deshalb begegnet man ihnen sowohl auf Volksfesten als auch in Flamenco-Programmen. Zu den bekannten Formen gehören Sevillanas corraleras, boleras und rocieras.

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Weitere Formen findest du im Flamenco-Wissen. Informationen zu Herkunft, Rhythmus und Tanz bietet das Instituto Andaluz del Flamenco.